Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Göttweig, Benediktinerstift, Cod. 286, Vorderdeckel-Spiegel
Göttweig, Benediktinerstift, Cod. 286, Hinterdeckel-Spiegel
Bibel − Propheten
Haftarot (Prophetenlesungen zu diversen Wochenabschnitten)

(HDS) II Reg 12,12-17 (Haftara zu Parashat Sheqalim); I Sam 15,2-9 (Haftara zu Parashat Zakhor)
(VDS) Hab 3,18-19 (Haftara für den zweiten Tag von Shavuot); 1 Sam 1,1-14 (Haftara für den ersten Tag von Rosh ha-shana)

Datierung: Ende 13./Anfang 14. Jh. (Edna Engel)
Schrift: aschkenasische Quadratschrift (Edna Engel)


Addenda / Corrigenda ? − Please contact Dr. Martha Keil, St. Pölten/Wien (e-mail: martha.keil@injoest.ac.at)
Almut Laufer, Jerusalem  
Bilder:
Göttweig, Benediktinerstift, Cod. 286, Vorderdeckel-Spiegel:   VDS
Göttweig, Benediktinerstift, Cod. 286, Hinterdeckel-Spiegel:   HDS

Fragment(e):
Je ein Einzelblatt auf VD- bzw. HD-Spiegel leserichtig aufgeklebt.
Spiegelblätter etwa auf Buchblockformat beschnitten: ca. 290 x 205/210; zum VD-Spiegel noch ein freiliegender Falz (Breite 15/20 mm) gehörend. Schriftraum: ca. 200 x 140/145. Drei Spalten, Spaltenbreite ca. 38, Interkolumnium ca. 12 mm. Zeilenabstand ca. 7 mm. 28 Zeilen. Schwarze Tinte. Stiftlinierung (Zeilenlinien und Begrenzungslinien der Kolumnen).

Fälze: Unmittelbar nach dem VD- bzw. vor dem HD-Spiegelblatt je ein Falz, ca. 15 mm breit, in winziger Schrift (Schrifthöhe ca. 2 mm) bei unregelmäßigem Zeilenabstand beschrieben. Weitere Fälze mit Resten hebr. Schrift: vor Bl. 7, 19, 49.

Haidinger 1993  

Göttweig, Benediktinerstift, Cod. 286
Aus mehreren Teilen aus dem Zeitraum Ende 14./Anfang 15. Jh. zusammengesetzt. Wasserzeichen der jüngeren Teile (1-75) sprechen für eine Entstehung der Hs. im 3. Jahrzehnt des 15. Jh.

Inhalt: Sermones, Homilien, Legenden, Väterexzerpte etc.

Einband: Heller Ledereinband mit Streicheisenlinien und Blindstempeln; Göttweig(?), 1. Viertel 15.Jh.

Haidinger 1993