Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Göttweig, Benediktinerstift, Cod. 296, Vorderdeckel-Spiegel
Kommentar zum Babylonischen Talmud, Ordnung "Neziqin"
Kommentar zum Traktat "Bava batra"
Textstelle(n):
(VDS) Rashbam zu bBB 128b ( ובנים באין לאחר מכן bis 129a ( אבל שתי שדות ושני בני אדם )

Datierung:
Schrift: aschkenasische Semikursive


Addenda / Corrigenda ? − Please contact Dr. Martha Keil, St. Pölten/Wien (e-mail: martha.keil@injoest.ac.at)
Almut Laufer, Jerusalem  
Bilder:
Göttweig, Benediktinerstift, Cod. 296, Vorderdeckel-Spiegel:   VDS

Fragment(e):
VD-Spiegelblatt: ca. 260 x 210 (Breite des Fragmentes wegen Überklebung mit lat. Fragmenten unsicher). Erhaltener Schriftraum: 260 x 160. 40 Langzeilen, Zeilenhöhe ca. 6/7. Begrenzung des Schriftspiegels am rechten Rand mittels bis zum Fragmentrand gezogener Stiftlinie. Das Fragment am linken Rand von zwei 4 bzw. 7 mm breiten Brevierfragmenten überklebt.

Fälze: Aus einer zweispaltig geschriebenen Handschrift stammend. Höhe des Buchblocks (310), Falzbreite ca. 10. Breite des Schriftraums ca. 205, Spaltenbreite ca. 90, Interkolumnium ca. 25, Zeilenhöhe 7/8, erhaltene Höhe des Schriftraumes ca. 270, bis zu 35 Zeilen erhalten.

Lackner 1993  

Göttweig, Benediktinerstift, Cod. 296
St. Lambrecht (?), 1420 bis um 1430.
Vermerk etwa von der Mitte des 15. Jh.: Hunc librum comparavit frater Georius de Newnburga in Sancto Lamperto. Der Codex wohl durch diesen Kauf an die Göttweiger Stiftsbibliothek gelangt.
Inhalt: Pars homiliarii. Sermones de tempore. Dialogus beatae Mariae virginis cum sancto Anselmo.
Datierung: (98va, zum Hauptteil Bl.1-98) Anno domini 1420 quinta feria ante nativitatis Marie (1420 September 6). Die übrigen Teile des Codex zeitnahe oder zeitgleich entstanden, weil die Wasserzeichen der Handschrift auf das dritte Jahrzehnt des 15. Jh. weisen.
Einband: Brauner Ledereinband mit Blindlinierungen und Buckelbeschlägen über an den Kanten abgeschrägtem Holz; St. Lambrecht (?), drittes Jahrzehnt 15. Jh.

Lackner 1993