Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Heiligenkreuz, Zisterzienserstift, Cod. 25, fol. I*
Bibel − Tora
Bibelkommentar und Targum − Tora
Num 22,8-15, 22-28; 26,2-29

(I*v links) Num 22,8-15 (re. Sp.: 26,26-29)
(I*r rechts) Num 22,22-28 (li. Sp.: Num 26,2-6)
(I*r links) Num 26,2-14
(I*v rechts) Num 26,15-29

Bibeltext versweise mit Targum Onqelos

Datierung:
Schrift: aschkenasische Quadratschrift


Addenda / Corrigenda ? − Please contact Dr. Martha Keil, St. Pölten/Wien (e-mail: martha.keil@injoest.ac.at)
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Bilder:
Heiligenkreuz, Zisterzienserstift, Cod. 25, fol. I*:   I*r links  −  I*r rechts  −  I*v links  −  I* rechts

Fragment(e):
Nachsatzblatt I*, Rest eines beschnittenen, beidseitig beschrifteten hebräischen Pergament-Doppelblattes.

Bl I* um 90° gedreht eingebunden und um den Falz der letzten Lage herumgeschlagen. Format ca. 380x270. Schriftraum: Das Fragment ursprünglich dreispaltig beschriftet, in der oberen Hälfte des Doppelblattes Innen- und Mittelspalte der Breite nach vollständig, die Außenspalte nur zum Teil erhalten, in der unteren Hälfte Innenspalte zur Gänze, Mittelspalte nur zum Teil erhalten, Außenspalte fehlt. Höhe des Schriftraumes = Breite des Blattes (270). Spaltenbreite ca. 57, Interkolumnium ca. 18, Zeilenhöhe ca. 9/10, 30 Zeilen vollständig erhalten, eine 31. Zeile zu geringem Teil erhalten. Abstand der Innenspalten vom Falz ca. 40.

Linienschema: Stiftlinierung, soweit sichtbar der Schriftraum beim Falz (und damit wahrscheinlich auch bei den nicht mehr vorhandenen Außenseiten des Blattes) von vertikalen Doppellinien begrenzt, die Spalten innerhalb des Schriftspiegels von einfachen Vertikallinien begrenzt, die Interkolumnien durch eine einfache vertikale Mittellinie unterteilt. Horizontale Begrenzungslinien des Schriftspiegels und Zeilenlinien offensichtlich nur zwischen den vertikalen Doppellinien über die Interkolumnien hinweg durchgezogen.

Auf der Rectoseite des Fragmentes beim vorderen Schnitt ein ca. 70x30 großes, über das hebräische Blatt vorstehendes lateinisches Fragment aus der ersten Hälfte des 14. Jh. aufgeklebt. Das hebräische Blatt ursprünglich als Spiegelblatt auf dem HD aufgeklebt gewesen. Vermutlich im Verlauf des 19. oder 20. Jh. vom Deckel abgelöst.

Lackner 1993  

Heiligenkreuz, Zisterzienserstift, Cod. 25
Heiligenkreuz, zwischen 1134 und 1147.

Besitzvermerk: Besitzvermerke des 15. Jh.: (VD-Spiegel) Liber beate virginis Marie in Sancta Cruce in Austria. (1r) Liber Sancte Crucis in Austria. - Die Handschrift bereits im Bibliothekskatalog des 12. Jh. erwähnt (vgl. Gottlieb 20, Z. 1).

Datierung: Der erwähnte Katalog wird auf Grund der Formulierung Isti sunt libri S. Crucis sub d. G. conscripti ... in die Zeit des ersten Heiligenkreuzer Abtes Godschalcus (1134-47) datiert.

Inhalt: Augustinus: De trinitate.

Einband: Heller Ledereinband mit Streicheisenlinien über Holzdeckeln; Heiligenkreuz, erste Hälfte (?) 15. Jh.

Lackner 1993