Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Herzogenburg, Augustiner-Chorherrenstift, Cod. 62, fol. 1
Herzogenburg, Augustiner-Chorherrenstift, Cod. 62, fol. 145
Herzogenburg, Augustiner-Chorherrenstift, Cod. 62, Fälze
Siddur / Maḥzor
Maḥzor für Yom Kippur
Textstelle(n):
aus dem Shaḥarit-Gebet für Yom Kippur, Ausschnitte aus der Qerova:
von Meshullam bar Qalonimos אימיך נשאתי : האדיר בשמי עליות und אליך תלויות עינינו

(fol. 1v) אליך תלויות עינינו
(fol. 1r + 145r) האדיר בשמי עליות

Datierung: 14. Jh.
Schrift: aschkenasische Quadratschrift
Literatur: Davidson I, 234:5095; II, 116:14; Goldschmidt, Yom Kippur 176 ff.


Addenda / Corrigenda ? − Please contact Dr. Martha Keil, St. Pölten/Wien (e-mail: martha.keil@injoest.ac.at)
Institute of Microfilmed Hebrew Manuscripts (IMHM, Jerusalem)  
Bilder:
Herzogenburg, Augustiner-Chorherrenstift, Cod. 62, fol. 1:   1r  −  1v
Herzogenburg, Augustiner-Chorherrenstift, Cod. 62, fol. 145:   145r  −  145v

Fragment(e):
Pergament. Die mit 1 und 145 bezeichneten Fragmente zweier Einzelblätter waren - im Gegensatz zur Angabe bei Mayo - nie auf die Innenseiten der Deckel aufgeklebt. Ein etwa 15 mm breiter Streifen jedes der beiden Fragmente ist auf die Innenseite des VD bzw. HD geklebt. Nachträge auf den Freirändern von 1r und 145v, darunter (auf 1r oben) Vermerk: Iste libellus scriptus per fratrem (es folgt in etwas abweichender Tintenfarbe und in anderem Schriftduktus) Iohannem Everdinger.

Bl. 1: Linke untere Ecke eines Einzelblattes, gestürzt als Vorsatzblatt eingebunden. Format 147 x ca.120. 6 Zeilen, Zeilenabstand 15 mm. Stiftlinierung (siehe 1v).

Bl. 145: Linke untere Ecke eines Einzelblattes, leserichtig als Nachsatzblatt eingebunden. Format 148 x ca.120. 6 Zeilen, Zeilenabstand 15 mm. Blindlinierung (?).

Falz zwischen 91/92 (Lagenmitte) aus derselben Hs. wie die Fragmente (Fälze gleicher Breite in allen Lagenmitten; mit Schriftresten jedoch nur der genannte Falz).

Haidinger 1992  

Herzogenburg, Augustiner-Chorherrenstift, Cod. 62
Herzogenburg, ca. 1440/1450.

Datierung auf Grund der Wasserzeichen. Geschrieben von einer einzigen Hand.

Einband: Roter Ledereinband, Blindlinien. Muster wie zu Cod. 56. Alle Linien dreifach. 3 Doppelbünde, 2 Fitzbünde. Wie bei Cod. 57 Bünderiemen versetzt durchgezogen, jedoch nur Schnittflächen erkennbar. Keine Spuren einer Buchkette.
Literatur: Mayo 213 ("ir-iv" = 1rv) und 216 ("back pastedown" = 145rv).

Haidinger 1992