Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Seitenstetten, Benediktinerstift, Cod. 186, fol. I*
Siddur / Maḥzor
Piyyuṭ
Yoṣer für Shabbat Naḥamu: Yoṣer ( ארוממך אל חי אספרה שמך לאחי) und Ofan (שאו מנ חה משובחה)
Mit Kantillationszeichen.

Datierung: Ende 12./Anfang 13. Jh. (Edna Engel)
Schrift: aschkenasische Quadratschrift (Edna Engel)
Literatur: Davidson I, 341 f.: 7530; III, 404:33


Addenda / Corrigenda ? − Please contact Dr. Martha Keil, St. Pölten/Wien (e-mail: martha.keil@injoest.ac.at)
Almut Laufer, Jerusalem  
Bilder:
Seitenstetten, Benediktinerstift, Cod. 186, fol. I*:   I*r  −  I*v

Fragment(e):
Nachsatzblatt I* (um die letzte Lage greifend gestürzt eingbunden). Format ca. 295 x 225. Schriftraum auf I*r 220 x 180, 24 Langzeilen, Zeilenhöhe ca. 9; Schriftraum, 37 Langzeilen, Zeilenhöhe ca. 7. Keine Linierung.
Verfasser  

Seitenstetten, Benediktinerstift, Cod. 186
Datierungen, Schreibername: (69vb) M°CCCC23° dominica ante Margarethe. (99vb) M°CCCC°23° scriptum est a me Iohanni (!) Romph etc. (236vb) M°CCCC°23° sabbato ante festum sancti Thome apostoli. Eine sichere Lokalisierung der von einer Hand geschriebenen Handschrift nicht möglich. Die Handschrift auf Grund der Abschrift diözesaner Pataviensia sicherlich in Niederösterreich oder im weiteren Raum der Passauer Diözese entstanden.

Einband: Schmuckloser Wildledereinband. Niederösterreich(?), 1423 oder bald danach. Fünf Doppelbünde aus gespaltenem Wildleder, oberster und unterster Bund so hoch bzw. tief angesetzt, daß dadurch das Kapital ersetzt wird. Auf dem VD Titelschild Summa viciorum. - Dieselbe Bindung auch bei Cod. 194 zu finden. Hier wie bei Cod. 194 ursprünglich schmale, lederne vom HD auf VD übergreifende Schließbänder angebracht gewesen, Dorne zum Einhaken der Schließen auf VD entfernt.

Lackner 1992