Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 107 (Hübl 96), Vorderdeckel-Spiegel
Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 107 (Hübl 96), Hinterdeckel-Spiegel
Kommentar zum Babylonischen Talmud, Ordnung "Nashim"
Talmudkommentar des Rashi, Traktat "Giṭṭin"
Verfasser: Shlomo Yiṣḥaqi (Rashi)

Fragm. 16B: bGit 23a (והאמר רבה בר בר חנה ) – 24b ( חליצה פסולה פסולה ופוסלתה)
Fragm. 16A: bGit 29a (דכולי עלמא ) – 30b ( אין חושש)

Datierung: ca. 13.-14. Jh. (Schwarz – Loewinger – Roth)
Schrift: aschkenasische Semikursive
Literatur: Schwarz – Loewinger – Roth 107:150, Pick – Munitz 96


Addenda / Corrigenda ? − Please contact Dr. Martha Keil, St. Pölten/Wien (e-mail: martha.keil@injoest.ac.at)
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Bilder:
Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 107 (Hübl 96), Vorderdeckel-Spiegel:   verso  −  recto
Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 107 (Hübl 96), Hinterdeckel-Spiegel:   recto  −  verso

Fragment(e):
Zwei zusammengehörige hebräische Pergamentfragmente, VD- und HD-Spiegel. Fälze zwischen Bl. 4/5, 15/16, 36/37, 61/62, 72/73, 82/83, 102/103, 112/113, 123/124, 163/164, 171/172, 182/183, 223/224, 235/236, 253/254, 265/266.

VD-Spiegel: Leserichtig eingeklebtes Blatt, an der Blattunterseite und am rechten Blattrand beschnitten (Textverluste an der Unterseite und zunehmend zur Unterseite hin am rechten Rand). Höhe ca. 283, Breite ca. 215. Schriftraum: erhaltene Höhe ca. 265, Breite ca. 210, 40 Langzeilen erhalten, Rest einer 41. Zeile; Zeilenhöhe 7. Linierung: Noch erkennbare bis zum Blattrand gezogene vertikale Begrenzungslinien des Schriftraumes, von den Horizontallininen nur noch obere horizontale Begrenzungslinie (= erste Zeilenlinie) erkennbar. Glossen oder Ergänzungen/Korrekturen auf dem oberen und linken Freirand und zwischen den Zeilen im Text.

HD-Spiegel: Abgelöstes Blatt, ursprünglich gestürzt eingebunden. Blatt an der kodikologischen Oberkante (= hebräische Unterkante) beschnitten (Textverlust), Höhe ca. 280, Breite ca. 223.
Schriftraum: erhaltene Höhe 275, Breite ca. 200. 41 Langzeilen zur Gänze erhalten, dazu noch die Hälfte einer 42. und geringfügige Reste einer 43. Zeile. Zeilenhöhe 7. Linierung wie beim VD-Spiegel.

Fälze: Vermutlich von derselben Handschrift wie die Spiegelblätter herrührend. Die Fälze in der Regel auf das Papier aufgeklebt.

Lackner 1996  

Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 107 (Hübl 96)
Handschrift aus mehreren aus dem Zeitraum letztes Viertel des 14. Jh. bis um 1400 stammenden Teilen zusammengesetzt.

Einband: Mittelalterlicher Einband mit Blindlinierung und Blindstempeln, um 1400.

Lackner 1996