Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 133 (Hübl 197), fol. I
Dinim und Minhagim
Ritualien, zu Purim und Pesach
Anmerkungen: auf Kol. III: אלא לשון , והואיל וכל הדברים באמרי למה יצתה זו לשנה הבאה שנכתב בלשון עברי וכן בני חורין ... השתא הכא ... הנביא אנו אומ' כמו שכת' כדי להרחיב לב לאומרי האגדה


Datierung: ca. 13. Jh. (Schwarz – Loewinger – Roth)
Schrift: gotische Schrift
Literatur: Schwarz – Loewinger – Roth 108:155, Allony – Loewinger 17:173


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Bilder:

Fragment(e):
Fragmente: Vorsatzblatt I und Falzverstärkung vor der Lage Bl. 69/76.

Bl. I: Ein um 90° gedreht eingebundener unterer Teil eines hebräischen Pergamentblattes. Erhaltene Höhe (inkl. Falz) ca. 160, erhaltene Breite 225 (= Höhe des Buchblockes). Erhaltener Schriftraum: Höhe (inkl. Falz) ca. 90, Breite 180, zwei Spalten zu jeweils ca. 72 Breite, Interkolumnium ca. 36. 10 Zeilen zur Gänze erhalten, Reste zweier weiterer Zeilen im Falz, Zeilenhöhe ca. 7. Der untere Freirand mehr als 70 breit. Fragment beidseitig beschriftet, auf beiden Seiten gleiche Zeilenanzahl. − Zum Teil stark verblaßte Stiftlinierung: Erkennbar nur Zeilenlinien in der Breite der Kolumnen und Reste der vertikalen Kolumnenbegenzung.

Das hebräische Fragment von verschiedenen lateinischen Händen der Mitte bis 2. Hälfte 15. Jh. beschriftet. Auf Ir auch Datierung Anno domini MoCCCCo septuagesimo in die Iuliane virginis. Zwischen der Datierung und dem hebräischen Text von der Hand der Datierung offensichtlich mit Bezug auf das Fragment das Wort ebraice geschrieben.

Falz: Leserichtig eingebunden, Höhe des Buckblockes (= 225), Breite ca. 15, ca. 26 Zeilen.

Lackner 1996  

Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 133 (Hübl 197)
Handschrift: Lateinische Pergamenthandschrift, von einer Hand geschrieben. Wien, 1422.
(75v) Datierung: Scriptum Wyenne anno domini millesimo CCCCo vicesimo secundo pontificatus domini Martini pape V.

Einband: Brauner Einband mit Streicheisenlinien und Blinddruck über Holzdeckeln (Dekor z. T. stärker abgewetzt), wohl bald nach 1422 gebunden.

(1r) Besitzvermerk des Schottenstiftes aus dem 15. Jh.: Monasterii sancte Marie virginis alias Scotorum est iste liber.

Lackner 1996