Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 23 (Hübl 23), Vorderdeckel-Spiegel
Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 23 (Hübl 23), Hinterdeckel-Spiegel
Babylonischer Talmud, Ordnung "Qodashim"
Traktat "Ḥullin"
Textstelle(n): recto: bHul 24a (Z. 5: שיכול ...) – b (Z. 42: התורה העידה ) [Text nicht durchgängig erhalten],
Abklatsch VDS und verso: bHul 24b (Z. 42: כלי חרש [ על ] – 26b (Z. 1: משיקו במים)

Identifizierung durch: Thesaurus of Talmudic Manuscripts, Laufer

Datierung: ca. 14. Jh. (Schwarz – Loewinger – Roth), 12.-13. Jh. (IMHM)
Schrift: aschkenasische Quadratschrift
Literatur: Schwarz – Loewinger – Roth 106f:148


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Bilder:
Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 23 (Hübl 23), Vorderdeckel-Spiegel:   recto  −  verso  −  VDS-Abklatsch, gespiegelt
Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 23 (Hübl 23), Hinterdeckel-Spiegel:   recto  −  verso

Fragment(e):
Auf VD- und HD-Spiegel um 90° gedreht aufgeklebte, wahrscheinlich von einem Blatt stammende zusammengehörige hebräische Pergamentblätter . Hebräische Pergamentfälze nach Bl. 53, 65, 77, 89, 127, 139, 175, 201, 237, 261, 273 und 285.

VD-Spiegel: 215 x 295. Die beiden obersten Zeilen von einem auch auf dem ersten Papierblatt des Buchblocks aufgeklebten Pergamentstreifen überklebt. Höhe des erhaltenen Schriftraumes (einschließlich der überklebten Zeilen) ca. 200/205, Breite ca. 250, 2 Spalten, Spaltenbreite ca. 112/113, Interkolumnium ca. 24/25. 24 Zeilen (einschließlich der überklebten) vollständig erhalten, am unteren Blattrand Reste einer weiteren Zeile sichtbar, Zeilenhöhe ca. 8mm.

HD-Spiegel: 218 x 297. Beim Buchblock mit einem auch auf dem letzten Papierblatt des Buchblockes aufgeklebten Pergamentstreifen überklebt. Höhe des erhaltenen Schriftraumes 170, Breite 250. Sonstige Maße des Schriftraumes wie bei VD-Spiegelblatt, 20 Zeilen vollständig erhalten, am oberen Blattrand Reste einer weiteren Zeile.

Fälze: Soweit ersichtlich (Farbe der Tinte) vermutlich aus einer anderen Handschrift als die Spiegelblätter. Höhe der Fälze ca. 300 (Höhe des Buchblocks), der Blatthöhe nach senkrecht zum Zeilenverlauf geschnitten.

Lackner 1996  

Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 23 (Hübl 23)
Inhalt: Iodocus Weiler de Heilbrunn (?): Lectura in tertiam quinquagenam psalmorum. - Iodocus Weiler de Heilbrunna: Lectura in evangelii Marci. Zuschreibung des Psalmenkommentars an Iodocus unsicher.

Die Handschrift wahrscheinlich im Zuge der Vorlesungen des Iodocus als Biblicus an der Wiener theologischen Fakultät im Sommersemester 1428 und im Wintersemester 1428/29 entstanden (höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei um ein Autograph). Die Handschrift wurde von Iodocus Weiler dem Schottenstift testamentarisch vermacht: (Ir) Besitzvermerk: (in Rot auf Rasur: Iste liber est monasterii beate Marie virginis Scotorum Wienne (in Schwarz der ursprüngliche Text:) continens postillam seu exposicionem 3e quinquagene psalmorum et ewangelium Marci pro suis cursibus. (7r) Hic liber est cenobii beate Marie virginis alias Scotorum Wyenne quem testatus est M. Iodocus de Heylprunna. (196r) (in Rot) Iste liber de M� Iudoco de Hailprunna est testatus monasterio beate virginis Marie alias Scotorum Wyenne. Oremus pro eo.

Einband: Roter Ledereinband mit Streicheisenlinien. Vermutlich um 1428 oder bald danach entstanden.

Lackner 1996