Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 249 (Hübl 222), VDS, Nr. 3
Siddur / Maḥzor
Maḥzor für Shavu‘ot
Textstelle(n): aus dem Shaḥarit-Gebet für den ersten Tag, Teile aus der Qerova ארץ מטה von El‘azar be-R. Qallir
אז בכתב אשורית ובלשון עברית
אלפים שנה נמתקתי בחיכו

Bezugsfragment: 1C und 7C
Fragm. 7C (Abklatsch von 7C auf 7D) und 1C
Reihenfolge: 7C – 1C

Datierung:
Schrift: aschkenasische Quadratschrift
Literatur: Davidson I, 99:2107, 349:7694, Fraenkel, Shavu‘ot 188ff (hier: 189-200)


Addenda / Corrigenda ? − Please contact Dr. Martha Keil, St. Pölten/Wien (e-mail: martha.keil@injoest.ac.at)
Almut Laufer, Jerusalem  
Bilder:
Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 249 (Hübl 222), VDS, Nr. 3:   recto  −  verso

Fragment(e):
Höhe 297, Breite <225, Blatt an der Unterkante und am vorderen Schnitt stärker beschnitten, Textverlust. Beidseitig beschriftet. Am Rand in das Fragment Löcher für die Bindung des lateinischen Codex eingeschnitten. − Erhaltener Schriftraum: Höhe <270, Breite >200. 23 vollständig erhaltene Langzeilen, Reste einer weiteren Zeile, Zeilenabstand 11/12. Lemmata in der Höhe von 2 Zeilen. Spuren der Blindlinierung sichtbar.
Lackner 1996  

Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 249 (Hübl 222)
Handschrift: Papierhandschrift, Oberitalien (?), auf Grund des Wasserzeichenbefundes (vgl. http://www.ksbm.oeaw.ac.at/wz/wzma.php - unter der Signatur) im Zeitraum zwischen 1365 und 1375 entstanden.

Einband: Auf den braunen Ledereinband grüngefärbtes Rauhleder mit Streicheisenlinienverzierung aufgezogen.

Wegen der Jahrzahl auf ehemals I*r müssen die Fragmente bereits spätestens 1431 mit dem Codex verbunden gewesen sein; der Ort und der Zeitpunkt der Einbindung Fragmente unsicher, weil sowohl Italien als auch erst Wien in Betracht kommen.

Die Handschrift 1453 als Legat des Professors der Wiener juridischen Fakultät und Propstes des Brünner Domkapitels Johannes Polzmacher in die Bibliothek des Schottenstiftes gelangt (vgl. Gottlieb 441, Z. 3-4). Besitzvermerke des Schottenstiftes aus dem 15. Jh. auf 1r, 34r, 51r und 115v.

Im Oktober 1995 aus dem Einband herausgelöste, als Verstärkung des Einbandes dienende hebräische Pergamentfragmente. Die Fragmente als "1.-5. Lage" bzw. als "1.-6. Lage" bezeichnet, die Zählung der "Lagen" verläuft vom Spiegelblatt zum Leder des Einbandes.

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