Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 249 (Hübl 222), HDS, Nr. 1
Bibel − Tora
Textstelle(n): Ex 25,35-27,7; 36,4-37,15
Anmerkungen: Vokalisierung und Kantillationszeichen

Datierung: ca. 13. Jh. (Schwarz – Loewinger – Roth)
Schrift: aschkenasische Quadratschrift
Literatur: Schwarz – Loewinger – Roth 104:135; Allony – Loewinger 17:180.


Addenda / Corrigenda ? − Please contact Dr. Martha Keil, St. Pölten/Wien (e-mail: martha.keil@injoest.ac.at)
Almut Laufer, Jerusalem  
Bilder:
Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 249 (Hübl 222), HDS, Nr. 1:   Seiten 1+4  −  Seiten 2+3

Fragment(e):
Ursprünglich als Bl. I* und HD-Spiegel leserichtig eingebundenes Doppelblatt (italienisches Pergament ?). Höhe 292, Breite 435. − Höhe des Schriftspiegels (zwischen den begrenzenden Horizontallinien) 215, Breite 160. Zwei Spalten zu 30 Zeilen. Spaltenbreite: Außenspalte ca. 67, Innenspalte ca. 72, Interkolumnium 21, Zeilenhöhe ca. 7/8. Abstand zwischen den Schriftspiegeln ca. 60. - Blindlinierung wie bei Fragment VDS, Nr. 1. Auf dem oberen Freirand des früheren Blattes I*r der Vermerk Anno domini etc. XXXImo und 9 sex. fo. (Angaben zum Umfang der Handschrift ?)
Lackner 1996  

Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 249 (Hübl 222)
Handschrift: Papierhandschrift, Oberitalien (?), auf Grund des Wasserzeichenbefundes (vgl. http://www.ksbm.oeaw.ac.at/wz/wzma.php - unter der Signatur) im Zeitraum zwischen 1365 und 1375 entstanden.

Einband: Auf den braunen Ledereinband grüngefärbtes Rauhleder mit Streicheisenlinienverzierung aufgezogen.

Wegen der Jahrzahl auf ehemals I*r müssen die Fragmente bereits spätestens 1431 mit dem Codex verbunden gewesen sein; der Ort und der Zeitpunkt der Einbindung Fragmente unsicher, weil sowohl Italien als auch erst Wien in Betracht kommen.

Die Handschrift 1453 als Legat des Professors der Wiener juridischen Fakultät und Propstes des Brünner Domkapitels Johannes Polzmacher in die Bibliothek des Schottenstiftes gelangt (vgl. Gottlieb 441, Z. 3-4). Besitzvermerke des Schottenstiftes aus dem 15. Jh. auf 1r, 34r, 51r und 115v.

Im Oktober 1995 aus dem Einband herausgelöste, als Verstärkung des Einbandes dienende hebräische Pergamentfragmente. Die Fragmente als "1.-5. Lage" bzw. als "1.-6. Lage" bezeichnet, die Zählung der "Lagen" verläuft vom Spiegelblatt zum Leder des Einbandes.

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