Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 249 (Hübl 222), HDS, Nr. 5
Siddur / Maḥzor
Siddur
Textstelle(n): aus dem Shaḥarit-Gebet an Shabbat, Pesuqe de-zimra
Pss 135-136; Neh 9,11, Shirat ha-yam (Ex 14,30-15,17)

Bezugsfragment: zsg. mit 249 (222), Fragm. 7D
Reihenfolge: verso, li. S. – recto, re. S.; recto, li. S. – verso, re. S.

Anmerkungen: Vokalisierung

Datierung:
Schrift: aschkenasische Quadratschrift


Addenda / Corrigenda ? − Please contact Dr. Martha Keil, St. Pölten/Wien (e-mail: martha.keil@injoest.ac.at)
Almut Laufer, Jerusalem  
Bilder:
Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 249 (Hübl 222), HDS, Nr. 5:   recto  −  verso

Fragment(e):
Rest eines beidseitig beschrifteten Doppelblattes. Höhe <190, Breite 290. An der Blattunterkante Löcher für die Bindung des lateinischen Codex in das Pergament eingeschnitten. − Schriftraum: erhaltene Höhe ca. 180 (oberste Zeile = ursprünglich erste Zeile der Seite), Breite auf dem einen Teilblatt <115 (vollständige Breite), auf dem zweiten Teilblatt Schriftraum in der Breite von durchschnittlich 100 erhalten. Je nach Seite 21 bzw. 22 Zeilen vollständig und Rest einer weiteren Zeile erhalten. Zeilenabstand 8. Auf einer Blattseite Rest einer zweiten Spalte oder von Glossen sichtbar. Lemmata in der Höhe von drei Zeilen. Ursprüngliche Blindlinierung (?) nicht mehr sichtbar, Einstichlöcher für die Horizontallinien entlang des Falzes erhalten.
Lackner 1996  

Wien, Schottenstift (Benediktiner), Cod. 249 (Hübl 222)
Handschrift: Papierhandschrift, Oberitalien (?), auf Grund des Wasserzeichenbefundes (vgl. http://www.ksbm.oeaw.ac.at/wz/wzma.php - unter der Signatur) im Zeitraum zwischen 1365 und 1375 entstanden.

Einband: Auf den braunen Ledereinband grüngefärbtes Rauhleder mit Streicheisenlinienverzierung aufgezogen.

Wegen der Jahrzahl auf ehemals I*r müssen die Fragmente bereits spätestens 1431 mit dem Codex verbunden gewesen sein; der Ort und der Zeitpunkt der Einbindung Fragmente unsicher, weil sowohl Italien als auch erst Wien in Betracht kommen.

Die Handschrift 1453 als Legat des Professors der Wiener juridischen Fakultät und Propstes des Brünner Domkapitels Johannes Polzmacher in die Bibliothek des Schottenstiftes gelangt (vgl. Gottlieb 441, Z. 3-4). Besitzvermerke des Schottenstiftes aus dem 15. Jh. auf 1r, 34r, 51r und 115v.

Im Oktober 1995 aus dem Einband herausgelöste, als Verstärkung des Einbandes dienende hebräische Pergamentfragmente. Die Fragmente als "1.-5. Lage" bzw. als "1.-6. Lage" bezeichnet, die Zählung der "Lagen" verläuft vom Spiegelblatt zum Leder des Einbandes.

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