Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Melk, Benediktinerstift, XII, fol. 1r-2v
Siddur / Maḥzor
Maḥzor für Rosh ha-shana, aschken. Ritus
Textstelle(n):
aus dem Musaf-Gebet, von ובכן תן פחדך bis ונסכיהם כמשפטם לריח ניחוח אשה לה' (Goldschmidt, Rosh ha-shana 227ff.)
ויאתיו כל לעבדך (Davidson II, 186:201)

Anmerkungen: (1r) Piyyut: ויאתיו כל לעבדך ויברכו שם כבודך (Davidson II, 186:201; Goldschmidt, RhSh 227 f.)

Datierung: ca. 13. Jh. (Schwarz)
Schrift: aschkenasische Quadratschrift
Literatur: Schwarz – Loewinger – Roth 94:85; Allony – Loewinger 19:215.


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Bilder:
Melk, Benediktinerstift, XII, fol. 1r-2v:   1r  −  1v  −  2r  −  2v

Fragment(e):
Gemeinsame Merkmale beider Fragmente: beidseitig beschrieben. Früher Spiegelblätter eines Codex/Druckes (Leim-, Holz- und Rostspuren), auf Buchblockgröße beschnitten, Maße: 305/308 x 203/210. Schriftraum: 227 x 119/150. 1 Spalte. Zeilenabstand: 10. Zeilenzahl: 24. Schwarze Tinte. Stiftlinierung, vertikale Begrenzungslinien von zweiter Linie begleitet, diese sowie die Zeilenlinien über den Schriftspiegel hinausgezogen.

Geschichte:
Herkunft der Fragmente unbekannt. XII/1r und XII/2r waren früher Innenseite von Spiegelblättern: Leimspuren. Auf XII/2 Reste von hellem Ziegenleder. Auf beiden Fragmenten Rostspuren von je 5 Beschlägen, auf XII/1 sind 3 davon mit Stücken hellen Ziegenleders überklebt.
Fragm. XII/1: Rectoseite, oberer Freirand mit rotem Stift Signatur XII/1 (21:30), daneben Liturgie. Am linken Freirand Stempel Bibliothek des Stiftes Melk. - Versoseite, oberer Freirand moderner Bleistiftvermerk Neujahrs-Gebet.
Fragm. XII/2: Rectoseite, oberer Freirand mit rotem Stift Signatur XII/2 (21:30). - Versoseite, oberer Freirand moderner Bleistiftvermerk Gebetbuch für Feyertage, am rechten Freirand zwei Stempel Bibliothek des Stiftes Melk

Christine Glassner