Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Salzburg, Erzabtei St. Peter, Benediktinerstift, Bibliothek, Fragm.  Altmann 3
Siddur / Maḥzor
aus den Yoṣrot für die Shabbatot nach Pesaḥ, polnischer Ritus
Textstelle(n):
אל אל חי ארנן בלב ובשר אתחנן (Yoṣer von Shim‘on be-R. Yiṣḥaq b. Avun),
גאל לך את גאולתך אלהים לא אדע זולתך מושיע אין בלתך (Zulat von Efrayim be-R. Yiṣḥaq v. Regensburg),
אריות הדיחו פזורה מבית לשכות ועזרה (Yoṣer von Yosef bar Shmu’el ṭov ‘elem)
Textabfolge: 3r, li. S. – 3v – 3r, re. S.

Datierung: 14. Jh. (Edna Engel)
Schrift: aschkenasische Quadratschrift, Deutschland ? (Edna Engel)
Literatur: Altmann 255, Nr. 3; Davidson I, 158:3377; 217f.:4742; 345:7609.


Addenda / Corrigenda ? − Please contact Dr. Martha Keil, St. Pölten/Wien (e-mail: martha.keil@injoest.ac.at)
Altmann  
Bilder:
Salzburg, Erzabtei St. Peter, Benediktinerstift, Bibliothek, Fragm.  Altmann 3:   recto  −  verso

Fragment(e):
Teil eines Doppelblattes, beidseitig beschrieben, beschnitten. Maße: 225 × 305. Schriftraum (eine Doppelblatthälfte am oberen Rand beschnitten, die andere oben und seitlich beschnitten): 190 × 118. Erhaltene Zeilenzahl: 20, Zeilenabstand: 9. Braune Tinte. Vermutlich Blindlinierung (nicht genau erkennbar).

Inhalt nach Altmann:
Sulath nach polnischem Ritus

Geschichte:
Herkunft unbekannt, vermutlich von einem Buchdeckel abgelöst, da Leimspuren, vor allem auf der Innenseite des Doppelblattes vorhanden. Am Falz ein ca. 150 × 18 langer Streifen herausgeschnitten.
Bleistiftsignatur Nr.3 auf dem oberen Freirand der Rectoseite vermerkt, auf dem unteren Freirand der Rectoseite Bleistiftvermerk hebr. (gestürzt).

Literatur:
A. Altmann, Geschichte der Juden in Stadt und Land Salzburg von den frühesten Zeiten bis auf die Gegenwart I, Berlin 1913, 255, Nr. 3.

Glassner 1995