Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Salzburg, Erzabtei St. Peter, Benediktinerstift, Bibliothek, Fragm.  Altmann 5
Salzburg, Erzabtei St. Peter, Benediktinerstift, Bibliothek, Fragm.  Altmann 7
Siddur / Maḥzor
Maḥzor für Sukkot
Textstelle(n): aus den Hosha‘not für Hosha‘na rabba

(Fragm. hebr. Altmann 5)
למען תמים בדורותיו הנמלט ברוב צדקותיו (El‘azar be-R. Qallir zugeschrieben)
אז כעיני עבדים אל יד אדונים באנו לפניך נדונים
אומן ישעך בא קול דודי הנה זה בא
Textabfolge: verso, li. S. – recto, re. S. – recto, li. S. – verso, re. S.
Anmerkungen: vokalisiert; mit Kommentar an den Rändern

(Fragm. hebr. Altmann 7)
למען תמים בדורותיו הנמלט ברוב צדקותיו (El‘azar be-R. Qallir zugeschrieben)
Anmerkungen: vokalisiert

Datierung: Ende 13./Anfang 14. Jh. (Edna Engel)
Schrift: aschkenasische Quadratschrift (Deutschland ?) und Semikursive (Edna Engel)
Literatur: Fragm. hebr. Altmann 5: Altmann 255, Nr. 5; Davidson I, 86:1857; 100:2142; III, 53:1159; Goldschmidt – Fraenkel, Sukkot 192 ff., 201 f., 202 f. − Fragm. hebr. Altmann 7: Altmann 255, Nr. 7; Davidson III, 53:1159; Goldschmidt – Fraenkel, Sukkot 192 ff.


Addenda / Corrigenda ? − Please contact Dr. Martha Keil, St. Pölten/Wien (e-mail: martha.keil@injoest.ac.at)
Altmann, Laufer  
Bilder:
Salzburg, Erzabtei St. Peter, Benediktinerstift, Bibliothek, Fragm.  Altmann 5:   recto  −  verso
Salzburg, Erzabtei St. Peter, Benediktinerstift, Bibliothek, Fragm.  Altmann 7:   recto  −  verso


Salzburg, Erzabtei St. Peter, Benediktinerstift, Bibliothek, Fragm.  Altmann 5
Fragment(e):
1 Doppelblattteil, früher: Inkunabel 737, fol. I (zu Fragm. hebr. Altmann 7 gehörig)

Beidseitig beschrieben, stark beschnitten, eine Hälfte des Doppelblattes in voller Breite erhalten. Ehemals um 90̊ gedreht eingebunden. Maße: 73/110 × 302. Schriftraum: 70 (am oberen Rand stark beschnitten) × 115, zwei Spalten, Spaltenbreite 50/55, Interkolumnium 12. Erhaltene Zeilenzahl: 8, Zeilenabstand: 10. Braune Tinte. Keine Linierung erkennbar. – Auf der in voller Breite erhaltenen Doppelblatthälfte am äußeren Rand eine Kommentarspalte (?) in kleinerer Schrift und engerem Zeilenabstand (Breite 25; erhaltene Zeilenzahl: Recto 7, Verso 15). – Bleistiftsignatur Nr.5 und hebr. auf dem Freirand der Rectoseite vermerkt.

Literatur:
A. Altmann, Geschichte der Juden in Stadt und Land Salzburg von den frühesten Zeiten bis auf die Gegenwart I, Berlin 1913, 255, Nr.5.

Inhalt nach Altmann:
Ritual für Hoschanohrabboh

Glassner 1995  

Salzburg, Erzabtei St. Peter, Benediktinerstift, Bibliothek, Ink. 737
Inhalt:
Thomas de Aquino: Secunda secundae partis summae theologiae, tertia pars summae. Nürnberg: Anton Koberger 15.I.1496 (Hain *1436).

Einband:
Renaissanceeinband: Schweinsleder (?) über Holz mit Streicheisenlinien und Rollenpressung. Salzburg, um 1500 (Wind, Einbände: Salzburg IV, 1490–1516). – (VD außen) Titelaufschrift in schwarzer Tinte (um 1500). Zwei Riemenschließen (Riemen verloren). – Rücken: drei geschlitzte Doppelbünde, zwei einfache Bünde. Kapital mit Spagat umstochen, Leder über das Kapital gezogen. Im ersten Rückenfeld Titelschild des 18. Jh.

Geschichte:
(Titelblatt) Besitzvermerk des 16. Jh. Monasterii S. Petri Salisburgi. – Alte Signatur (Rücken, Titelblatt): R VII 21.

Literatur:
A. Jungwirth, Die Wiegendrucke des Stiftes St. Peter in Salzburg. Salzburg 1910 (handschriftlich),
21, Nr. 160. – P. Wind–G. Hayer, Die verzierten Einbände der Handschriften der Erzabtei St. Peter zu Salzburg bis 1600 (Österreichische Akademie der Wissenschaften. Phil.-hist. Klasse, Denkschriften 159 Veröffentlichungen der Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters III/1, Beiheft). Wien 1982, 120.

Glassner 1995  

Salzburg, Erzabtei St. Peter, Benediktinerstift, Bibliothek, Fragm.  Altmann 7
Fragment(e):
1 Doppelblatteil, früher: Inkunabel 737, fol. I*
Zu Fragm. hebr. Altmann Nr. 5 gehörig.

Wie Fragm. hebr. Altmann Nr.5. Maße: 64/108 × 50/120. Schriftraum (fast vollständig beschnitten): 68 × 12. Nur eine Spalte erhalten. Erhaltene Zeilenzahl: 8. – Bleistiftsignatur Nr.7 auf dem Freirand der Rectoseite.

Lit.:
A. Altmann, Geschichte der Juden in Stadt und Land Salzburg von den frühesten Zeiten bis auf die Gegenwart I, Berlin 1913, 255, Nr. 7.

Inhalt nach Altmann:
Ritual für Hoschanohrabboh.

Glassner 1995  

Salzburg, Erzabtei St. Peter, Benediktinerstift, Bibliothek, Ink. 737
Inhalt:
Thomas de Aquino: Secunda secundae partis summae theologiae, tertia pars summae. Nürnberg: Anton Koberger 15.I.1496 (Hain *1436).

Einband:
Renaissanceeinband: Schweinsleder (?) über Holz mit Streicheisenlinien und Rollenpressung. Salzburg, um 1500 (Wind, Einbände: Salzburg IV, 1490–1516). – (VD außen) Titelaufschrift in schwarzer Tinte (um 1500). Zwei Riemenschließen (Riemen verloren). – Rücken: drei geschlitzte Doppelbünde, zwei einfache Bünde. Kapital mit Spagat umstochen, Leder über das Kapital gezogen. Im ersten Rückenfeld Titelschild des 18. Jh.

Geschichte:
(Titelblatt) Besitzvermerk des 16. Jh. Monasterii S. Petri Salisburgi. – Alte Signatur (Rücken, Titelblatt): R VII 21.

Literatur:
A. Jungwirth, Die Wiegendrucke des Stiftes St. Peter in Salzburg. Salzburg 1910 (handschriftlich),
21, Nr. 160. – P. Wind–G. Hayer, Die verzierten Einbände der Handschriften der Erzabtei St. Peter zu Salzburg bis 1600 (Österreichische Akademie der Wissenschaften. Phil.-hist. Klasse, Denkschriften 159 Veröffentlichungen der Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters III/1, Beiheft). Wien 1982, 120.

Glassner 1995