Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Salzburg, Universitätsbibliothek, Ink. W I 194, Fälze
Seliḥot
liturgische Anweisungen zu den Seliḥot
.

Datierung:
Schrift: aschkenasische Semikursive


Addenda / Corrigenda ? − Please contact Dr. Martha Keil, St. Pölten/Wien (e-mail: martha.keil@injoest.ac.at)
Almut Laufer, Jerusalem  
Bilder:
Salzburg, Universitätsbibliothek, Ink. W I 194, Fälze:   VD-Falz rverso  −  HD-Falz recto

Fragment(e):
Fälze vor und nach dem Buchblock, einseitig beschrieben, stark beschnitten. - Jeweils die Hälfte der Falzhöhe unter das Spiegelpapier eingeschlagen. Um 90° gedreht, Maße: je 40 × 192/197. Schriftraum (Falz nach VD-Spiegel oben und unten beschnitten, Falz vor HD-Spiegel oben, unten und links beschnitten): 20 × 60/65 (Falz vor dem Buchblock); 20 × 50 (Falz nach dem Buchblock). Erhaltene Zeilenzahl: 3/4. Zeilenabstand: 6. Tintenfarbe: hellbraun. Keine Linierung sichtbar.

14.Jh.
Lit.: Weder bei Roth noch bei Schwarz/Loewinger/Roth genannt.

Glassner 1995  

Salzburg, Universitätsbibliothek, Ink. W I 194
Inhalt (4 Inkunabeln in einem Band):
1) Franciscus Niger: Ars epistolandi. [Augsburg: Johann Schönsperger] 1499 (Hain *11883).
2) Elegantiarum viginti precepta ad perpulchras conficiendas epistolas. [Augsburg: Johann Schönsperger] 1497 (GW 303 unter Aegidius Suchtelensis: nach einem Vermerk zum Stichwort "Elegantiarum viginiti precepta" in Bd. 8 des GW ist Aegidius Suchtelensis, unter dessen Namen das Werk im Bd. 1 des GW verzeichnet ist, nicht der Autor).
3) [Jakob Wimpheling:] Oratio querulosa contra invasores sacerdotum. [Augsburg: Johann Froschauer o.J., um 1497] (Hain *16194).
4) Nicolaus Perottus: Ad Pirrhum Perottum nepotem ex fratre suavissimo rudimenta grammatices. [Straßburg 1483] (Copinger 4678).

Einband:
Frührenaissanceeinband: Schweinsleder über Holz, Halbband mit Rollenstempeln, VD grün übermalt. Berchtesgaden oder Salzburg (?), nach 1499. – Eine Riemenschließe. – Rücken: zwei geschlitzte Doppelbünde. Titel- und Signaturschild des 18. Jh. Kapital mit beigem und braunem Spagat umstochen.

Geschichte:
Besitzvermerk auf dem Titelblatt der ersten Inkunabel Ecclesiae Berchtersgadensis [!] (Einverleibung der Berchtesgadener Bibliothek in die UB Salzburg Anfang 19.Jh.). Berchtesgadener (?) Signatur auf dem Rückenschild Sch 55. – Stempel K. K. Studien-Bibliothek Salzburg ebenfalls auf dem Titelblatt der ersten Inkunabel. Alte Signatur der Studienbibliothek: V.10.H.84.

Glassner 1995