Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Vorau, Augustiner-Chorherrenstift, Cod. 286, Falz Nr. 2
Dinim und Minhagim
Minhagim yeshanim mi-Dura
Textstelle(n):
(Falz 2 recto) S. 154 (בנרות שדלקו) bis S. 155 (שמיני עצרת)
Anmerkungen: Im Schnitt nur zwei bis drei Wörter pro Zeile erhalten. Die letzten 7 Zeilenfragmente ein anderer unbekannter Text.
(Falz 2 verso)
Anmerkungen: Vom Text pro Zeile maximal zwei Worte erhalten.

Datierung: 13./14. Jh. (nach JNUL)
Schrift: aschkenasische Semikursive


Addenda / Corrigenda ? − Please contact Dr. Martha Keil, St. Pölten/Wien (e-mail: martha.keil@injoest.ac.at)
Domagoj Akrap, Wien  
Bilder:

Fragment(e):
Hebräische Fälze vor Bl. 7, 119, 129, 142, 154, 196, 209, 222, 236, 248, 260, 272. Lose Fälze zwischen dem Buchblock und VD und HD (Falz beim VD zu Fragment in Cod. 21 gehörig).

Loser Falz bei VD: Format 285 x 50. Teil eines Doppelblattes, insgesamt drei Spalten der Breite nach erhalten, von der vierten Spalte ca 5 mm erhalten. Breite der Spalten 50, Spaltenabstand 15. Abstand zwischen den beiden Spalten beim Falz des Doppelblattes 60. 9 Zeilen erhalten. - Zu diesem Fragment gehörige Fragmente auch in der Verndung als Rückenfälze sichtbar.

Loser Falz beim HD: Falz gestürzt eingebunden. Format ca. 298 x 85. Höhe des Schriftraumes auf der Rectoseite 250, 37 Zeilen, Zeilenabstand 7; auf der Versoseite 230, 34 (?) Zeilen, Zeilenabstand 7.

Fälze in der Lagenmitte: Höhe des Bucblockes = 295, Breite < 20, etwa 29 Zeilen (Zeilenzahl wechselt mit den Fälzen). Höhe des Schriftraumes 185, Zeilenabstand 8.

Lackner 1997  

Vorau, Augustiner-Chorherrenstift, Cod. 286
Handschrift im zweiten Viertel des 15. Jh. entstanden.

Einband: Brauner Ledereinband mit Blindlinierung.

Provenienz: Unbekannt. Vorau (?).

Der Falz beim HD mit lateinischer Notiz aus der ersten Hälfte des 15. Jh. beschriftet, die hebräischen Fragmente also schon um diese Zeit als Makulatur verwendet.

Lackner 1997