Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Kremsmünster, Benediktinerstift, Hebr. Fragm. 5
Kremsmünster, Benediktinerstift, Hebr. Fragm. 8
Bibel − Schriften
Fragment 5 und 8 r Textstelle(n): Koh. 6,3-7 [10] (erste Spalte (links außen); Verse 3 u. 4 nur teilw.); 5,8-12 [15] (zweite Spalte); 10,14-17 [19] (dritte Spalte) שיהיה ואשר ...ולא בשתי ; 9,14-16 (vierte Spalte (rechts außen), 1-2 Wörter pro Zeile erhalten)


Anmerkungen: die zwei Fragmente 5 und 8 gehören zusammen und bilden eine Einheit. Von den vier Spalten sind die zwei Außenspalten links und rechts im Fragment 5 abgeschnitten und nur teilweise erhalten, während beim Fragment 8 die Außenspalte rechts gänzlich fehlt, die links von ihr teilweise, dafür ist die äußere linke Spalte in sieben Zeilen bei Fragment 8 komplett erhalten. Die letzten 3-4 Zeilen im Fragment 8 generell schlecht zu lesen.

Fragment 5 und 8 v Textstelle(n): Koh. 9,2-4 (erste Spalte (links außen); nur einzelne Wörter); 8,11-14 [15] (zweite Spalte) לעשות רע ... אשר אין טוב ; 7,26 – 8,[3] (dritte Spalte טוב לפני האלהים ... אלהים | אל ; 7,9-15 (vierte Spalte (rechts außen); Verse 9-11 nur einzelne Wörter)
Anmerkungen: vgl. oben zu Hebr. 5 und 8 r. Beim Fragment 8 fehlt die Außenspalte links gänzlich, die rechts von ihr teilweise, dafür ist die äußere rechte Spalte in sieben Zeilen

Datierung:
Schrift: aschkenasische Quadratschrift
Literatur: vgl. Schwarz S. 89, Nr. 50 (1).


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Domagoj Akrap, Wien  
Bilder:
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Fragment(e):
Beidseitig beschrieben. Zwei aneinanderpassenden Streifen aus einem Doppelblatt. Beschnitten; Maße: 300 x 60/65 (Hebr. Fragm. 5) u. 290/293 x 40/48 (Hebr. Fragm. 8). – Schriftraum beschnitten; Maße: 170 x 40/43 (Hebr. Fragm. 5)+ 45/50 (Hebr. Fragm. 8); Spaltenzahl: 2; erhaltene Zeilenzahl: 6 + 7 = 13; Spaltenbreite: 75; Interkolumnium: 20; Zeilenabstand: 7; Tintenfarbe: dunkelbraun; Keine Linierung erkennbar.

Geschichte: Ehemaliger Trägerband unbekannt, ehemals als Fälze vor und nach dem Buchblock eines Foliobandes der Höhe 300 mm eingebunden (Falz mit vier Bünden).

Christine Glaßner 2014