Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken

Klosterneuburg, Augustiner-Chorherrenstift, Fragm.  131
Bibel − Tora
Num 30,6*-31,3*

Tagin sichtbar. Gliederungszeichen: fZE rek vor 31,1. Gliederungsweise wohl nach Maimonides. Gliederungsvarianten zu M und CL: = CL, M.
Versanfänge: kSp in der Zeile: Z. 19; kSp am Anfang der Zeile und/oder am Ende der vorangehenden Zeile: Z. 24.

ה ohne Dach

Datierung: 14./15. Jh.
Schrift: aschkenasische Quadratschrift


Addenda / Corrigenda ? − Please contact Dr. Martha Keil, St. Pölten/Wien (e-mail: martha.keil@injoest.ac.at)
F. Dexinger  
Bilder:
Klosterneuburg, Augustiner-Chorherrenstift, Fragm.  131:   recto  −  verso

Fragment(e):
Pergamentstreifen. Ca. 290 x 35. Einseitig beschrieben. Schriftraum beschnitten. 31 Schriftzeilen, Zeilenabstand 8/10mm. Blindlinierung. Schwarze Tinte. Schrift ca. 6 mm groß, nach links geneigt. Schriftseite mit Leimspuren.

Herkunft des Fragmentes unbekannt. Ursprünglich sicher mit der Schriftseite auf die Innenseite eines spätmittelalterlichen Holzeinbandes geklebt (vgl. den in den Abmessungen, jedoch nicht in der Schrift ähnlichen Streifen eines hebräischen Fragments in Klosterneuburg, Cod. 667); die beiden Rostflecken auf dem oberen Rand der Rückseite rühren wahrscheinlich von der Befestigung einer Buchkette her. Nach dem erhaltenen Bestand zu urteilen, waren Handschriften der Stiftsbibliothek Klosterneuburg bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts mit Ketten gesichert. Die Buchketten waren ausnahmslos am oberen Rand des Hinterdeckels angebracht.

Haidinger 1991