KATALOGISIERUNG DER ILLUMINIERTEN HANDSCHRIFTEN: zur Geschichte der Projekte
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Das Projekt der Katalogisierung der illuminierten Handschriften hat seinen Anfang in der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie und wurde während der ersten Republik fortgesetzt, wobei man sich auf die Bestände der Nationalbibliothek in Wien konzentrierte.

Otto Pächt hat nach seiner Rückkehr aus England im Jahre 1963 in Zusammenarbeit von Österreichischer Akademie der Wissenschaften und Universität Wien die Katalogisierung in neuer und verbesserter Form fortgesetzt. Zusammen mit Dagmar Thoss und Ulrike Jenni sind fünf Bände zu den französischen, flämischen und holländischen Handschriften der Gotik erschienen. [ ]

Nach dem Tod Otto Pächts im Jahre 1988 übernahm Gerhard Schmidt die Leitung des Projektes. Er betreute die laufenden Arbeiten an den flämischen Handschriften und bemühte sich um zusätzliche Forschungsgelder, um die Katalogisierung der mitteleuropäischen Handschriften beginnen zu können. Andreas Fingernagel und Martin Roland legten 1997 den ersten Band dieser Reihe vor. Andreas Fingernagel, Katharina Hranitzky, Veronika Pirker-Aurenhammer, Friedrich Simader und Martin Roland waren die AutorInnen des zweiten, 2003 erschienenen Bandes. 2004 schließlich folgte von den Autorinnen Ulrike Jenni und Maria Theisen (unter Mitarbeit des Prager Kunsthistorikers Karel Stejskal) der dritte und bisher letzte Band dieser Reihe. Dieser ist den böhmischen Handschriften gewidmet, die aufgrund ihrer besonderen Bedeutung in eigenen Bänden publiziert werden. Die Katalogisierung der ostmitteleuropäischen Handschriften wird seit 2010 unter der Leitung von Maria Theisen gemeinsam mit Kristna Klebel, Ulrike Jenni und Milada Studnicková (Tschechische Akademie der Wissenschaften) durchgeführt. []

Nach dem Tod Gerhard Schmidts im Jahr 2010 übernahmen Andreas Fingernagel und Michael Viktor Schwarz die Herausgeberschaft. Die nachfolgenden Bände sind derzeit in Arbeit bzw. in Druckvorbereitung. Ziel der Katalogisierung ist die komplette Erfassung der illuminierten Handschriften Ost-, West- und Mitteleuropas aus den Beständen der Österreichischen Nationalbibliothek (Martin Roland, Regina Cermann, Carmen Rob-Santer, Armand Tif, Ulrike Jenni, Kristina Klebel, Maria Theisen) sowie der Oberösterreichischen Landesbibliothek Linz (Katharina Hranitzky, Michaela Schuller-Juckes) und der Universitätsbibliothek Graz (Christine Beier, Michaela Schuller-Juckes, Evelyn Kubina). []

2010/12 wurde Armand Tif für die Ausarbeitung seines aus den Katalogisierungsarbeiten an der ÖNB entwickelten Dissertationsthemas ein ÖAW-Doktorandenstipendium verliehen. [ ]
Sämtliche Projekte zur Katalogisierung der illuminierten Handschriften Österreichs verdanken ihre Realisierung der finanziellen Unterstützung des FWF [].


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