Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters
der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
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Obmann: Univ.-Prof. Dr. Otto KRESTEN (Otto.Kresten@univie.ac.at)

Geschichte: Gegründet am 6. Mai 1966 durch Umbenennung der am 3. Februar 1897 eingesetzten Kommission zur Herausgabe der Bibliothekskataloge des Mittelalters. Seit 2006 ist die Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters Teil des Zentrums Mittelalterforschung.

Aufgaben:

Die Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters widmet sich − als einzige Institution dieser Art in Österreich − der wissenschaftlichen Erschließung der rund 20.000 in österreichischen Bibliotheken verwahrten mittelalterlichen Manuskripte; einerseits durch die Publikation gedruckter Kataloge, andererseits durch die Veröffentlichung von Handschriftenbeschreibungen und verschiedener Hilfsmittel zur Handschriftenkatalogisierung im Internet. Zum zentralen Einstiegspunkt für Recherchen über Handschriften in österreichischen Bibliotheken soll in den kommenden Jahren das Webportal "Mittelalterliche Handschriften in österreichischen Bibliotheken" entwickelt werden.

Neben "Generalkatalogen", die detaillierte Beschreibungen des Inhalts, der Kodikologie, der Geschichte und des Buchschmucks aller Handschriften eines bestimmten Fonds bieten, werden Spezialkataloge zu den illuminierten beziehungsweise zu den deutschsprachigen Handschriften in österreichischen Bibliotheken in der Reihe "Veröffentlichungen der Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters" publiziert.

Das Projekt "Schriftgut aus dem Umkreis der Universität Wien von 1365 bis 1500" erfaßt einerseits die in österreichischen Bibliotheken überlieferten Handschriften, die im Umfeld der Wiener Universität entstanden sind, und hat andererseits eine kritische Edition der Acta Facultatis Artium zum Ziel.

Die Forschungsergebnisse der Langzeitprojekte "WZMA − Wasserzeichen des Mittelalters" , "Mittelalterliche Handschriften in lateinischer Schrift in und aus Slowenien" sowie "Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken" werden ebenso wie die "Bibliographie zu mittelalterlichen Handschriften in Österreich" ausschließlich im Internet − im Sinne des "open access" frei zugänglich und unentgeltlich − veröffentlicht.

Das in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Nationalbibliothek seit 2007 entwickelte Webportal "Mittelalterliche Handschriften in österreichischen Bibliotheken" wird mittelfristig zu einer nach verschiedenen Gesichtspunkten recherchierbaren Online-Datenbank zu allen mittelalterlichen Handschriften in österreichischen Bibliotheken ausgebaut werden. Über das Webportal werden unter anderem Handschriftenbeschreibungen noch während der Laufzeit von Katalogisierungsprojekten sowie Addenda und Corrigenda zu bereits veröffentlichten Beschreibungen der Scientific Community zur Verfügung gestellt werden.

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